Kandidaten

Kommunalwahlprogramm

Wahlprogramm der Jungen Union Bremervörde

  • Medizinische Versorgung
  • Das Bremervörder Krankenhaus ist eine wichtige medizinische Versorgungsstelle, die auf jeden Fall erhalten bleiben muss. Die Kooperation mit den Elbe-Kliniken begrüßen wir ausdrücklich.
    Die Versorgung mit Ärzten und Apotheken in Bremervörde ist für einen eher ländlich geprägten Raum sehr gut. Hier muss nur auf Grund des Alters einiger Ärzte dafür gesorgt werden, dass es für junge Mediziner interessant wird eine dieser Praxen zu übernehmen und nach Bremervörde zu ziehen. Auch die Ansiedlung von Spezialisten – wie einem Dermatologen – muss gezielt herbeigeführt werden.
    Die JU setzt sich nach den Grundsätzen der Solidargemeinschaft auch für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger ein. Wir wollen die Pflegeangebote in Bremervörde sichern und erweitern. Der demographische Wandel macht neue Konzepte notwendig, um die bereits bestehende Infrastruktur nicht zu überlasten. Es sind Anreize zu schaffen, um Berufe im Pflegesektor noch attraktiver zu gestalten. Pflegebedürftige und deren Familienkreise müssen zwischen einem vielseitigen Pflegeangebot wählen können.

    • Bildung
    • Die Stadt Bremervörde erfüllt ihre gesetzliche Pflicht zur Bereitstellung von Betreuungsplätzen. Darüber hinaus
      muss jedoch ein bedarfsgerechter Ausbau der Kindertagesstätten erfolgen, um insbesondere berufstätigen
      Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
      Zum Schuljahr 2016/17 geht die neue Grundschule im Schulzentrum Engeo in Betrieb. Der starke Anstieg der
      Schülerzahlen durch den Zuzug von Flüchtlingen führt dazu, dass die Grundschule Stadtmitte mittelfristig „am
      Netz“ bleiben muss, um alle Schüler unterzubringen. Über eine sinnvolle Nachnutzung sollte trotzdem zeitnah
      entschieden werden. Der Ausbau der bestehenden Grundschule Engeo muss umgehend erfolgen, sobald die
      weiteren Baumaßnahmen im Schulzentrum abgeschlossen sind.
      Die JU unterstützt den Neubau des Sek-I-Campus als Ersatz für das abgängige Realschulgebäude. Der Neubau
      einer Mensa und einer Aula wird dafür sorgen, dass Bremervörde ein modernes und zukunftsfähiges
      Schulzentrum bekommt.
      Die JU fordert den unverzüglichen Neubau des Gymnasiums und der berufsbildenden Schulen an einem
      Standort im Schulzentrum. Der bisherige Gebäudekomplex ist abgängig. Ein Neubau, der eine gemeinsame
      Nutzung von Räumlichkeiten wie z.B. Fachräumen ermöglicht, ist eine wirtschaftlich sinnvolle Maßnahme.
      Damit die Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Stadt stärker vertreten werden, fordert die JU die
      Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlaments, in welchem Schüler politische Prozesse verstehen lernen.
      Dieses Parlament soll auch mit einem eigenen Budget ausgestattet werden, um im Kleinen selbst etwas
      bewegen zu können.

      • Belebung der Innenstadt / Wirtschaftsförderung
      • Die JU sieht den City- und Stadtmarketingverein als gutes Mittel für die Stärkung der lokalen Wirtschaft an.
        Langfristig muss der Verein jedoch mehr als ein Veranstaltungsmanagement betreiben, um Bremervörde als
        Marke zu etablieren.
        Der Einzelhandel steht in massiver Konkurrenz zum Online-Handel. Wir werben dafür, nach Wuppertaler
        Vorbild einen lokalen Online-Marktplatz zu initiieren, um die ortsansässigen Geschäfte zu unterstützen und
        kollektiv gegen die neuen Wettbewerber zu bestehen. Der bestehende virtuelle Marktplatz muss
        weiterentwickelt werden. Dies erfordert jedoch finanzielle Mittel in einer Größenordnung, die aktuell der
        städtische Einzelhandel weder alleine noch zusammen mit der Stadt aufbringen kann. Im Rahmen der
        interkommunalen Zusammenarbeit sollten sich die ländlichen Kommunen zusammen tun, damit die lokale
        Einzelhandelsstruktur nicht wegen des Online-Handels zerschlagen wird.

        • Freizeitangebote
        • Die JU setzt sich seit Jahren für eine Erneuerung von Spielplätzen in der Stadt ein. Wir wollen die Anzahl der
          Spielplätze reduzieren, aber die Verbleibenden sollen alle gut ausgestattet werden. Wir fordern, dass in jedem
          Frühling einzelne Spielplätze saniert werden. Jeder Spielplatz soll auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet
          werden bzw. ein Thema aufnehmen.
          Die JU unterstützt die Pläne der Stadt für den Bau einer sog. „Spielscheune“ auf dem Gelände an der
          Wesermünder Straße.
          Der bisherige Standort der Skateranlage ist für ihren Zweck ungeeignet. Die JU fordert eine Verlegung in das
          Schulzentrum Engeo, an den Vörder See oder an die Wedermünder Straße.
          Bremervörde braucht ein Kino. Die Stadt muss künftig verstärkt den Kontakt zu potenziellen Investoren suchen,
          um zeitnah diesen seit Jahren bestehenden Mangel zu beheben.

          • Wohnen
          • Die Stadt verfügt aktuell über kein kommunales Bauland mehr. In Bremervörde müssen dringend neue
            Bauflächen geschaffen werden, damit die hohe Nachfrage erfüllt werden kann. Zurzeit ziehen „Häuslebauer“
            eher in die umliegenden Gemeinden, da es dort ein gutes Angebot an Bauland gibt.
            Da es viele Singles bzw. Alleinerziehende gibt, für die ein Hausbau nicht in Frage kommt, müssen in
            Bremervörde für deren Bedürfnisse mehr und modernere Wohnungen geschaffen werden. Solche Projekte
            müssen bei der Ausweisung neuer Bauflächen besonders unterstützt werden. Hier ist das Projekt der
            Wohnstätte Stade eG im der Johann-Kleen-Straße besonders hervor zu heben. Die JU begrüßt die Gründung
            einer Stadtentwicklungsgesellschaft zu schnellen Realisierung solcher Vorhaben.

            • Internetverbindung
            • Ein zeitgemäßer und zukunftssicherer Zugang zum Internet ist von immenser Bedeutung. Nur durch die Möglichkeit, per Glasfaser angebunden zu werden, können langfristig sowohl junge Familien als auch Unternehmen gehalten werden. Hierbei dürfen die Dörfer nicht vergessen werden.
              Die JU fordert die Einrichtung von freiem W-LAN in der Innenstadt. Dies soll durch die Installation von sog. WLAN-
              Hotspots an signifikanten Orten – wie z.B. in der Brunnenstraße oder am Vörder See – möglich gemacht
              werden. Das führt zu einer Belebung der Innenstadt, von der die angesiedelten Unternehmen profitieren.
              Ein Besuch auf dem Amt ist meistens zeit- und nervenraubend. Viele Vorgänge könnten auch ohne Wartezeit
              online erledigt werden. Die JU fordert daher, dass eGovernment auch in Bremervörde mehr Anwendung findet.
              Zudem soll sich die Stadt auch dem Internet weiter öffnen und sämtliche öffentlichen Informationen zeitnah
              und leicht zugänglich auf ihrer Webseite zur Verfügung stellen.

              • Verkehr
              • Bremervörde steht verkehrstechnisch nahe dem Kollaps. Die große Anzahl an Fahrzeugen, die täglich durch Bremervörde fahren – und hierbei vor allem der LKW-Verkehr – stellt eine immense Belastung sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die Bausubstanz dar. Die JU fordert daher die Forcierung der Planungen zur Nordumgehung als Teilstück der Küstenautobahn A20. Des Weiteren ist es erforderlich, den Verkehrsfluss in Bremervörde zu optimieren. Dazu ist es zwingend notwendig, die Ampelsituation in Bremervörde zu überdenken und die Zahl der Ampeln zu reduzieren.
                Auch der Bereich des ÖPNV wurde im nördlichen Landkreis Bremervörde bisher vernachlässigt. Die JU unterstützt hier die Bestrebung der Integration in das Tarifgebiet des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV). Außerdem fordern wir die Erweiterung des Verkehrsverbundes Bremen-Niedersachsen (VBN) auf unseren Landkreis. Weiter fordert die JU langfristig die Einrichtung von Zugverbindungen nach Stade, Osterholz und Rotenburg. Das Land Niedersachsen steht in der Pflicht die Strecken nach Stade und Osterholz zu sanieren.
                Busverbindungen außerhalb der Schulzeiten müssen bedarfsgerecht erweitert werden. Die Einrichtung eines Bürgerbusses wird begrüßt, stellt jedoch eher ein Angebot für Senioren dar. Eine Zukunft in Bremervörde bedarf vor allem der verkehrstechnischen Vernetzung mit den Metropolen Hamburg und Bremen.

                • Sicherheit
                • Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst retten nicht nur Leben, sondern tragen in einer Mischung aus hauptberuflicher Verantwortung und freiwilligem Engagement ihren wichtigen Teil zur Sicherheit unserer Bürger bei. Aus diesem Grund fordert die JU eine stärkere Unterstützung dieser Institutionen – auf politischer, finanzieller und gesellschaftlicher Ebene. Der Bedarf an Ausrüstung, Fahrzeugen oder die Sanierung bzw. der Neubau von veralteten Feuerwehrhäusern müssen durch die Bereitstellung von Finanzmitteln gedeckt und gefördert werden. Konkret fordern wir die zeitnahe Sanierung der Feuerwehrhäuser in Bevern und Hesedorf sowie die Weiterverfolgung des Feuerwehrkonzeptes 2020, das die Anschaffung moderner Feuerwehrfahrzeuge für alle Wehren der Stadt vorsieht.

                  • Tourismus
                  • Der Vörder See, das „Juwel des Nordkreises“, bietet großes Potenzial für einen Ausbau der touristischen
                    Infrastruktur in Bremervörde. Der Bereich nordwestlich des Sees mit der Wohnmobilstation sollte künftig um
                    einen Campingplatz bzw. um kleine Ferienhäuser ergänzt werden. Allerdings muss das Areal für die Einwohner
                    Bremervördes weiterhin als Erholungs- und Rückzugsort erhalten bleiben. Kleinere Maßnahmen – wie die
                    Sanierung der Minigolfanlage und der Ausbau eines Badestrandes – werden ausdrücklich begrüßt. Die Stadt
                    muss kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Natur- und Erlebnisparks investieren.
                    Die Fahrten des Moorexpress‘ verknüpfen die touristischen Ziele des Elbe-Weser-Raumes zwischen Stade und
                    Bremen miteinander. Davon profitieren alle Städte und Gemeinden entlang der Bahntrasse. Aus diesem Grund
                    muss der Moorexpress erhalten bleiben.
                    Das Delphino muss als Familienbad unbedingt erhalten bleiben. Als Ersatz für das Bistro sollte im Freibad ein
                    Kiosk installiert werden. Das Angebot sollte langfristig um eine Sauna-Landschaft erweitert werden.

                    • Integration
                    • Die JU Bremervörde setzt sich dafür ein, dass Menschen, die vor Krieg und politischer Verfolgung fliehen in
                      Deutschland Asyl erhalten. Menschen, die jedoch aus anderen Gründen nach Deutschland kommen und kein
                      Recht auf Asyl haben, müssen unser Land wieder verlassen. Wer in Deutschland bleiben möchte muss sich klar
                      zu unserer Verfassung, unseren Grundwerten und unserer Kultur anerkennen.
                      Die Menschen, denen Asyl gewährt wird, sollen bei der Integration größtmöglich unterstützt werden.
                      Auf kommunaler Eben sollten die sie nach Möglichkeit dezentral untergebracht werden, um eine erfolgreiche
                      Integration zu fördern. Die JU setzt sich dafür ein, dass Zuwanderern schnellstmöglich Zugang zu
                      verpflichtenden Sprachkursen und Beschäftigungsmöglichkeiten geboten werden.